Via Claudia Augusta

Tag 18

von Pfunds nach Nauders

gewandert im September 2026

Entfernung: 14,3 km

Wanderzeit: 3:30 h

Am Morgen versorgen wir uns in Pfunds mit Semmeln und steigen wieder den Mardummelsteig hinauf. Im Wald stoßen wir auf Mini-Fundus. Der Ortsname Pfunds leitet sich vom lateinischen Wort Fundus (= Grund, Boden) ab. Hier im Wald sind viele kleine Häuser und auch bewegte Mühlen zu bewundern.

Wir wandern oberhalb des Inns und kommen zur Kajetansbrücke die nicht römisch ist. Sie wurde erst 1850 mit der Reschenstraße gebaut, die hier abzweigt. Die Reschenstraße ist im Moment gesperrt und alle fahren die Engadiner Straße um u.a. nach Nauders zu kommen. Unser Wanderweg führt uns die meiste Zeit zum Glück mit genügend Abstand direkt am Inn entlang. Wir sehen immer wieder Grenzsteine, denn wir befinden uns an der EU-Außengrenze zur Schweiz.

Das Tal wir enger und dann steht ein Turm mitten im Inn. Wir kommen nach Altfinstermünz. Hier führt die Via Claudia Augusta über den Inn, denn auch die Römer hatten hier eine Brücke und die Straße führte mit 11% Steigung nach Nauders hoch.

Wir schauen uns in Altfinstermünz um und trinken einen Tee im  Restaurant. Dort erfahren wir, dass wir wie die Radfahrer auf dieser Seite des Inns bleiben müssen und die Tunnel der Reschenstraße durchqueren. Das machen wir auch. Auch wenn die Straße nur für Radfahrer und Anwohner frei ist, ist es ein komisches Gefühl durch die Tunnel zu gehen. Zwischendurch haben wir einen letzten Blick auf den Inn und Altfinstermünz.

Doch am Ende des Tunnels ist bekanntlich nicht nur Licht, hier ist sogar die Festung Nauders (sie musste 1850 auch gebaut werden, weil die Reschenstraße erstellt wurde). Direkt daneben sind Panzer ausgestellt. Wir begeben uns auf den Endspurt nach Nauders und dürfen im Posthotel übernachten.